120 Jahre Vereinsgeschichte

120 Jahre  ist unser Verein

Im Jahre 1892 schlossen sich einige Liebhaber und Züchter von Kanarienvögeln sowie von einheimischen exotischen Vögeln zusammen, um einen Verein in Bautzen zu gründen. Es wurde nach einem Vereinsnamen gesucht, welcher die zu züchtende Vogelart und den Hauptsitz beinhaltet. Des weiteren stand die Wahl eines Vorstandes und die Erarbeitung eines Vereinsstatutes. Im Januar 1893 wurde dann der Antrag an den Stadtrates zu Bautzen gestellt.

Das erste urkundliche Datum stammt vom 23. Januar 1893 welches den Antrag und das Statut beinhaltet. Das Statut umfasste 30 Paragraphen.

Es waren 16 Gründungsmitglieder , welche den Verein für " Kanarienzucht zu Bautzen und Umgebung " gründeten. Ihr erster Vorsitzender war Paul Klötzel aus Bautzen und Schriftführer war Gustav Adolf Schierz. Der Mitgliedsbeitrag betrug damals 4,- Mark pro Jahr und als Eintritt zahlte man damals 2,- Mark. In der dritten Monatswoche wurden regelmäßig  Versammlungen durchgeführt.. Die erste Ausstellung fand am 10.12.1894 im Hotel und Resteraunt Müller statt. Der Eintritt zur Ausstellung kostete 20 Pfennig , für Kinder 10 Pfennig. Ein Ausstellungskatalog kostete 20 Pfennig und ein Einzellos 10 Pfennig. Eine Ausstellung sah wie folgt aus: Biotopvolieren Sommer und Winter mit einheimischen und fremdländischen Vögeln. Bewertungsschau von ca 100 Farb- und Gesangskanarien mit Prämierung von Zuchtrichtern.. Der Verkauf von Sittichen , Papageien , Exoten , Kanarien sowie einheimischen Vögeln wurde damals auch schon durchgeführt.

Ausstellungen wurden seitdem regelmäßig im Dezember durchgeführt, in einem Lokal in der Umgebung  Lauenstraße - Lauengraben.

Die Unstimmigkeiten und Querelen im Verein kam es zum Austritt einiger Mitglieder , welche einen neuen Verein gründeten. So kam es am 16.01.1899 zur Antragstellung , an den Stadtrat Bautzen. Dieser wurde bewilligt und nannte sich " Verein `Canaria i ´ für Kanarienzucht, Vogelschutz und -pflege zu Bautzen und Umgebung ". Der Verein hat 10 Gründungsmitglieder.

1. Vorsitzender war Oskar Köhler aus Bautzen. Im Dezember sollte die erste Ausstellung stattfinden. Vom Stadtrat wurde der Antrag aber abgelehnt, mit Begründung , das der Verein nicht lang genug besteht. und demzufolge nicht genügend Fachkompetenz für eine Veranstaltung vorhanden sein kann. Vom 17.12 - 18.12.1900 führte der Verein dann seine erste Ausstellung im Gasthaus Seeh in Bautzen(Kornmarkt ) durch.

Bis 1903 fanden regelmäßig Ausstellungen im Wechsel  von beiden Vereinen statt. Ein Antrag zur Genehmigung einer Ausstellung kostete ca sechs Mark und musste an den Stadt erfolgen. Die Genehmigungserteilung kostete nochmals fünf Mark.

Im Laufe der Zeit stellte man fest, das zwei Kanarienzüchtervereine in Bautzen sehr ungünstig für die Zuchtfreunde waren. Beide Vereine hatten nicht genug Mitglieder. Deshalb beschloss man , beide Vereine zu vereinigen. Am 24.01.1904 erging der Antrag an den Stadtrat zu Bautzen zur Genehmigung der Vereinigung beider Vereine. Der neue Verein nannte sich: " Vereinigter Kanarienzüchterverein für Bautzen und Umgebung. Der 1. Vorsitzende war Paul Luse  aus Bautzen, Schriftführer war Richard Niemz aus Bautzen. Es waren 17 Vereinsmitglieder.

Das Statut und die Vereinsfestlegungen waren identisch mit denen des zuerst gegründeten Vereins. Versammlungen wurden monatlich abgehalten.

Die erste Ausstellung vom Verein fand vom 11.12 - 13.12.1904 im Hotel Bürgergarten in Bautzen statt. ( jetzt Sorbisches Ensemble ).  Ausstellungen fanden wieder regelmäßig statt. Ab 1908 war der erste Vorsitzende Gustav Dietman aus Bautzen. !9908 wurde die Ausstellung erstmals als Kanarien und Exoten Ausstellung angemeldet. Um 1910 hatt der Verein ca 20 Mitglieder. Letzte öffentliche Aktivität vor dem ersten Weltkrieg war die Ausstellung vom 13.12 - 15.12.1913.

Nach dem ersten Weltkrieg gab es voraussichtlich Zusammenkünfte von ehemaligen Vereinsmitgliedern, aber keine öffentliche Aktivitäten. Erst 1926 fand wieder eine Ausstellung

im Ratskeller Bautzen statt. Paul Luse war der erste Vorsitzende nach dem ersten Weltkrieg vom Verein. Der Vereinsname war weiterhin " Vereinigter Kanarienzüchterverein für Bautzen und Umgebung " Die Mitgliederzahl für diesen Zeitraum ist uns nicht bekannt. Ab 1926 bis 1936 fanden wieder regelmäßige Ausstellung mit Verlosungen in Bautzen statt. Man benutzte bei vielen Ausstellungen das Lokal " Weißes Roß " in der Lauenstraße. Im Jahre 1936 kam es zu einer Umbenennung des Vereins in " Reichsgruppe Kanarienzüchterverein in Bautzen und Umgebung " . 1. Vorsitzender wurde Paul Gano aus Bautzen. Letzte öffentlich Aktivität vor dem zweiten Weltkrieg ab es vom 19.11 - 20.11.1938.

Eine illigale Neuformierung eines Kanarienzüchtervereins gab es 1946. Nach dem Krieg waren alle Vereine und Gruppierungen durch die sowjetische Militäradministration verboten. Diese Verbote wurden erst 1947 unter Auflagen gelockert. So fanden von interessierten Züchtern geheime Treffen in einem Raum auf der Goschwitzstraße. Sie gründeten 1947 die Arbeitsgemeinschaft

" Kanaria - Exoten Kreis Bautzen ".Ihr 1. Vorsitzender wurde Rudolf Wenzel aus Großpostwitz.1947 fand die erste Ausstellung fand in Eulowitz im Erbgericht statt.

Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit wuchs die Mitgliederzahl ständig an. So waren es um 1950 20 Mitglieder und 1960 bereits schon 30 Mitglieder. Im Verein wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet , begründet durch die Gründung der Spezialzuchtgemeinschaften des VKSK. So waren dies die " SZG Kanarien " welcher ca 8 Mitglieder angehörten und die " SZG Ziergeflügel und Exoten " , die erst 1952 gegründet wurde welchen 1955 9 Mitglieder bei traten. In dieser Zeit wurde auch der Verein " Sparte Ziergeflügel und Exoten Bautzen " . Die Vereinsmitglieder begannen Mitter der %0 er Jahre mit dem Bau von eigenen Volieren und Ausstellungskäfigen. Dadurch konnte die Ausstellung erweitert und attraktiver gestaltet werden. Es gab sogar in den 60 er Jahren einen Ententeich zu sehen. Was ein absoluter Höhepunkt bei einer Ausstellung war. Ebenfalls gab es einen Handzahmen Graupapagei. Somit wurde die breite Öffentlichkeit immer mehr interessant. Eine weitere Motivierung war ein Wettbewerbsprogramm, welches ab den 70 er Jahren regelmäßig durchgeführt wurde. Es sollte eine aktive Mitarbeit der Mitglieder im Vereinsleben bewirken. Jährlich führte man Exkursionen  zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch durch. Die Ausstellung fand regelmäßig im Herbst statt. Es bildeten sich auch noch weitere Interessengemeinschaften von der SZG. Einige Mitglieder waren in der IG Prachtfinken , IG Agaporniden , und IG Wellensittiche.

Dies konnte einen Züchterischen Leistungsanstieg bewirken. 1984 fand die Bezirksmeisterschaft bei der Ausstellung vom Verein statt. Und so kam zum Beispiel  der DDR Meisterschaft für Japanische Mövchen 1987 aus dem Verein Bautzen. Mitte der 80 er Jahre betrug die Mitgliederschaft rund 100 Mitglieder.

1990 kam die demokratische Umwandlung und somit die Auflösung sämtlicher Vereinsstrukturen.

Am 25.03.1990 wurde aus der SZG die VZE e.V. gegründet. Der Bautzener  Verein blieb dem Dachverband treu und hieß " Sparte Ziergeflügel und Exotenzüchter " Bautzen der VZE. Durch gesetzlicher Bestimmungen  , beruflichen Veränderungen der Mitglieder hatte es der Verein sehr schwer. Der Rückgang der Mitglieder in Mitte der 90 er Jahre war drastisch. Zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit und reglemäßige Ausstellungen halfen den Verein sich zu etablieren. So stieg die Mitgliederzahl von ca 20 auf 28 1998  und 36 2003. Ausstellungen konnten wieder durch die große Vielfaltdurch eine breite Palette von Vögeln interessanter gestaltet werden. Es sind auch wieder Mitglieder in den Interessengemeinschaften von VZE  e.V . vertreten. Der Verein wird Erfolgreich durch zwei Mitgliedern auf Regional , Landes und Bundesschauen vertreten. 2003 dritter Platz bei der Bundesausstellung , Japanischer Mövchen.

Ab 2000 stand eine Neugestaltung vom Verein an. 2001 wurde ein neuer Vorstand gewählt, eine neue Satzung erarbeitet.. Im August 2002 änderte sich der Name in " Ziergeflügel- und Exotenzücher e.V.  Bautzen".

Es wurden wieder alte Traditionen eingeführt , Fachvorträge , Exkursionen und jährliche Weihnachtsfeier. Im Herbst 2001 beschloss man eine Durchführung einer regelmäßigen Vogelbörse. Es folgte der Grundsatz " Qualität vor Quantität, Züchten statt halten, Artenerhaltung durch Zucht."

Seit 2005 haben Vogelzüchter sehr stark mit dem Problem der so genannten Vogelgrippe zu kämpfen. In vielen Gebieten von Deutschland kam es zu Absagen von Ausstellungen. Dadurch ist auch ein starker Besucherrückgang zu verzeichnen. 2007 beschloss der Verein den Namen zu ändern. Leider wurde der Name Ziergeflügel gestrichen , da  keine Hühnervögel  mehr ausgestellt wurden.

Somit einigte man sich auf den Namen: " Vogelfreunde Bautzen e. V. " Dieser ist seit 2008 der gültige Name. In diesen Zusammenhang wurde auch ein neues Vereinslogo erarbeitet.

 Ein großer Vereinshöhepunkt unser Ausstellung war am 09.10 - 10.10.2010 die Sonder schau von der 20. AZ Landesausstellung. Es gab noch einen zweiten Höhepunkt? Seitdem freuen wir uns über den

Gastaussteller:  Verein für Aquarien- & Terrarienkunde " Wasserstern " Bautzen e. V.

 

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